Trassenanmeldungen zum Netzfahrplan 2024

Night view of track area
10. März 2023, 15:01 Uhr

Artikel: Trassenanmeldungen zum Netzfahrplan 2024

Vom 13.03.2023 bis 11.04.2023 können Sie Ihre Trassenanmeldungen für die erste Phase zum Netzfahrplan 2024 vornehmen.

Trassenanmeldungen müssen über unser Trassenportal (TPN) erfolgen. Die Bestellung von Trassen über E-Mail oder Fax ist nur in Ausnahmefällen möglich (vgl. Ziffer 4.2 der NBN 2024 – Link s. nebenstehend). Die Grundlage für die Trassenvergabe finden Sie in unseren Nutzungsbedingungen Netz der DB Netz AG (NBN) 2024.

Unser Ziel ist es, auf Basis Ihrer Anmeldungen und den vorhandenen Kapazitäten im Schienennetz einen zeitgerecht und qualitativ hochwertigen Netzfahrplan zu erstellen. Wir erwarten wie im letzten Jahr insgesamt eine hohe Anzahl formal zu koordinierender Trassenwünsche.

Das macht im Rahmen der zeitlich begrenzten Netzfahrplanerstellung eine prozessuale Straffung der Trassenvergabe und Koordinierung in der ersten Phase der Netzfahrplanerstellung notwendig. 

Für Sie heißt das insbesondere:

  • Bitte nutzen Sie die Beratungsergebnisse aus der Fahrlagenberatung 2024 SGV bei Ihrer Trassenanmeldung und tragen Sie im Trassenportal im Feld: „Programm Kunde“ nach dem Muster F, Zugnummer „aus FLB“, ein, sowie beim SPV die Zug-/ oder Studiennummer zur Erkennung in das Feld „Netz an Kunde“,
  • Zur Reduzierung gegenseitigen Aufwands die Gewährung erweiterter Spielräume in TPN im Feld „Kunde an Netz“ bereits mit der Trassenanmeldung,
  • Kurzes Zeitfenster für Ihre Rückmeldungen, z. B. von einem Arbeitstag, bei der Gewährung erweiterter Spielräume während der Trassenbearbeitung,
  • Gewährleistung der durchgängigen Erreichbarkeit entscheidungsbefugter Ansprechpartner während der gesamten Netzfahrplanerstellung mittels vollständiger Angabe der Kontaktdaten in TPN,
  • Ab April 2023 ggf. Teilnahme an höherer Anzahl einzelner Konfliktlösungsgesprächen (über MS Teams zur Abstimmung der Ergebnisse im Rahmen eines Onlineprotokolls), 
  • Ggf. Teilnahme an zentral gebündelten ganztägigen Konfliktlösungsgesprächen die gesondert mit Ihnen abgestimmt werden,
  • Bei der Berechnung des Regelentgeltes gemäß Ziffer 4.2.1.10 der NBN gehören zu den Gründen für baubedingte Laufwegänderungen und baubedingte Abweichungen auch unterjährige Baumaßnahmen, die in den Planungsparametern veröffentlicht sind.

Die einzelnen Konfliktgespräche werden von April bis Juni stattfinden. 

Bitte merken Sie sich diesen Zeitrahmen bereits vor, so dass in einem möglichen Konfliktfall Ihre Teilnahme sichergestellt ist. Eine konkrete Einladung kann u. U. äußerst kurzfristig erfolgen. Die Einladungen erfolgen über das Kundencenter Netzfahrplan.

Sollten Sie Trassenanmeldungen über das Path Coordination System (PCS) von RNE vornehmen, weisen wir darauf hin, dass nach Abschluss des Netzfahrplanprozesses der Vertriebskanal aus technischen Gründen gewechselt werden muss und eventuelle Folgeaufträge nur über TPN erfolgen können.

Über den Zeitpunkt des Vertriebskanal-Wechsels informieren wir rechtzeitig in einer weiteren Kundeninformation.

Bitte wenden Sie sich an Ihre:n Kundenberater:in, wenn Sie sich im Trassenportal anmelden möchten.

Im Zuge Ihrer Trassenmeldungen für den Netzfahrplan 2024 bitten wir Sie im Falle von Trassenanmeldungen, die auf Ausschreibungsverkehren beruhen, um folgendes Vorgehen. Wir bitten Sie uns (auf freiwilliger Basis) im Feld „Kunde an DB Netz“ im Trassenportal bzw. im System PCS im Feld „Bemerkungen“ das Schlagwort „Ausschreibungsverkehr“ anzugeben, damit wir in der Trassenkonstruktion auf diesen Sachverhalt aufmerksam werden. Bei diesen Trassenanmeldungen kann Ziffer 4.2.1.7.2 der NBN Anwendung finden und auf die Durchführung eines Koordinierungsverfahrens unter der Voraussetzung verzichtet werden, dass alle beteiligten Zugangsberechtigte (ZB) ihr Einverständnis hierzu erklären.

Bei Einverständnis aller Beteiligten (dieses wird schriftlich eingeholt und der Sachverhalt überprüft) übermittelt die DB Netz AG allen beteiligten ZB jeweils ein identisches Trassenangebot, das auflösend bedingt im Hinblick auf die Auftragserteilung abgegeben wird. Über die Auftragserteilung ist die DB Netz AG unverzüglich durch die beteiligten ZB zu informieren. Für die dann aufzulösenden Trassenangebote wird kein Entgelt für die Angebotserstellung und Stornierung (Ziffer 5.6.3.1 NBN) erhoben. 

Die Vorteile dieses Vorgehens liegen dementsprechend in der Vermeidung von blockierten Kapazitäten für das System Schiene und dem potenziellen Entfall des Entgelts für die Trassenerstellung, wenn es gilt ein Trassenangebot aufzulösen, da ein Ausschreibungsverkehr nicht gewonnen wurde. Ein Stornierungsentgelt fällt ebenso nicht an.