Prüfungsergebnis zum Vorhalten von Kapazitätsreserven im Netzfahrplan 2023

DB Cargo Autotransport
28. Februar 2022, 13:53 Uhr

Artikel: Prüfungsergebnis zum Vorhalten von Kapazitätsreserven im Netzfahrplan 2023

Die Prüfung gemäß Ziffer 4.2.1.18.1 der NBN hat ergeben, dass ein Vorhalten von Kapazitätsreserven für den Gelegenheitsverkehr im Netzfahrplan 2023 nicht erforderlich ist.

Wir als DB Netz AG haben gemäß Ziffer 4.2.1.18.1 der NBN geprüft, ob für den Fahrplan 2023 ein Vorhalten von Kapazitätsreserven für den Gelegenheitsverkehr innerhalb des Netzfahr-plans erforderlich ist.

Im Rahmen dieser Prüfung haben wir im ersten Schritt sowohl die Anzahl der Anmeldungen und Ablehnungen zum Gelegenheitsverkehr als auch die Anzahl der Stornierungen und Änderungen der Netzfahrplantrassen im Netzfahrplan für die letzten zwei abgeschlossenen Fahrplanperioden 2020 und 2021 ermittelt und ins Verhältnis zueinander gesetzt. Konkret bedeutet dies eine Einreichung von insgesamt 860.382 Trassenanmeldungen im Gelegen-heitsverkehr im Fahrplanjahr 2020. Dies stellt 983.519 Verkehrstage dar. Zugleich wurden im Netzfahrplan 2020 604.291 Verkehrstage-Abbestellungen und 11.560 Stornierungen von Bestellungen (wiederum mit einer Vielzahl an Verkehrstagen) verzeichnet. Im Gelegen-heitsverkehr wurden 9 Ablehnungen ausgesprochen, die nicht auf Kapazitätsbeschränkung zurück gehen.

Im Fahrplanjahr 2021 wurden ca. 1 Mio. Trassenanmeldungen im Gelegenheitsverkehr eingereicht. Zugleich wurden im Netzfahrplan 2021 355.208 Verkehrstage-Abbestellungen und 11.993 Stornierungen von Bestellungen (wiederum mit einer Vielzahl an Verkehrstagen) verzeichnet. Im Gelegenheitsverkehr ist keine Ablehnung ausgesprochen worden.

Die Zahlen zeigen, dass in beiden Fahrplanjahren 2020 und 2021 gerade nach Stornierungen und Änderungen ausreichend Kapazität für den Gelegenheitsverkehr zur Verfügung stand.

In einem zweiten Schritt ist parallel eine freiwillige Abfrage der Zugangsberechtigten (ZB) erfolgt: Inwieweit wurden Trassen in den oben genannten Netzfahrplanperioden 2020 und 2021 realisiert, welche so starke räumliche und zeitliche Abweichungen zwischen Bestelllage und der letztendlich Angebotslage aufweisen, dass ein Vorhalten von Reservekapazitäten im Netzfahrplan prüfenswert erscheint.

Die freiwillige Abfrage aller ZBs und die darauf eingegangenen Rückmeldungen haben keine Erkenntnisse dahin gebracht, welche ein Vorhalten von Reservekapazitäten für den Gelegen-heitsverkehr für den Netzfahrplan 2023 rechtfertigt.

Im dritten Schritt haben wir sowohl die Erkenntnisse aus dem Netzfahrplan 2022 als auch aus der Fahrlagenberatung 2023 einfließen lassen. Zwar gibt es danach den Wunsch zur Planung einzelner zusätzlicher Trassen, jedoch geben diese keinen Anlass, dass sich die Situation für den Gelegenheitsverkehr im Fahrplan 2023 ändert, sodass Kapazität hätte vorgehalten werden müssen. Auch unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Fahrlagenberatung kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Kapazität nach Erstellung des Netzfahrplans 2023 und Berücksichtigung der Stornierungen und Änderung für Anmeldungen im Gelegenheitsverkehr ausreichend ist.

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