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Prüfungsergebnis zum Vorhalten von Kapazitätsreserven im Netzfahrplan 2022

Die Prüfung gemäß Ziffer 4.2.1.18 der NBN hat ergeben, dass ein Vorhalten von Kapazitätsreserven für den Gelegenheitsverkehr im Netzfahrplan 2022 nicht erforderlich ist.

Wir, die DB Netz AG, haben gemäß Ziffer 4.2.1.18 der NBN geprüft, ob für den Fahrplan 2022 ein Vorhalten von Kapazitätsreserven für den Gelegenheitsverkehr innerhalb des Netzfahrplans erforderlich ist.

Im Rahmen dieser Prüfung haben wir im ersten Schritt die Anzahl der Anmeldungen und Ablehnungen zum Gelegenheitsverkehr und der Stornierungen und Änderungen der Netzfahrplantrassen im Netzfahrplan für die letzten zwei abgeschlossenen Fahrplanperioden 2019 und 2020 ermittelt und ins Verhältnis zueinander gesetzt. Konkret bedeutet dies, dass im Fahrplanjahr 2019 im Gelegenheitsverkehr insgesamt 908.812 Trassenanmeldungen eingereicht wurden. Den bestellten 1.020.969 Verkehrstagen im Gelegenheitsverkehr wurden (ebenfalls in Verkehrstagen) 247.987 Verkehrstage-Abbestellungen und 14.391 Stornierungen von Bestellungen (die wiederum eine Vielzahl an Verkehrstagen enthalten) im Netzfahrplan und 2 Ablehnungen im Gelegenheitsverkehr gegenübergestellt. Die Ablehnungen im Gelegenheitsverkehr betrafen Bestellungen in eine Totalsperrung.

Im Fahrplanjahr 2020 wurden insgesamt 860.382 Trassenanmeldungen im Gelegenheitsverkehr eingereicht, die 983.519 Verkehrstage darstellen. Zugleich wurden im Netzfahrplan 2020 604.291 Verkehrstage-Abbestellungen und 11.560 Stornierungen von Bestellungen (wiederum mit einer Vielzahl an Verkehrstagen) verzeichnet und im Gelegenheitsverkehr 4 Ablehnungen ausgesprochen. Die 4 Ablehnungen gehen nicht auf Kapazitätsbeschränkung zurück.

Die Zahlen zeigen, dass in beiden Fahrplanjahren 2019 und 2020 auch durch Stornierungen und Änderungen ausreichend Kapazität für den Gelegenheitsverkehr zur Verfügung stand.

Im zweiten Schritt haben wir die Erkenntnisse aus dem Netzfahrplan 2021 einfließen lassen und die Erkenntnisse aus der Fahrlagenberatung 2022 berücksichtigt. Zwar gibt es danach den Wunsch zur Planung einzelner zusätzlicher Trassen, jedoch geben diese keinen Anlass, dass sich die Situation für den Gelegenheitsverkehr im Fahrplan 2022 ändert, sodass Kapazität hätte vorgehalten werden müssen. Auch unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Fahrlagenberatung kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Kapazität nach Erstellung des Netzfahrplans 2022 und Berücksichtigung der Stornierungen und Änderung für Anmeldungen im Gelegenheitsverkehr ausreichend ist.