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Aktuelle Entscheidungen zu Stornoentgelten sowie dem Anreizsystem und der automatischen Minderung

Die bisher bis zum 19.04.2020 befristete Kulanzregelung bei Stornierungen wird bis zum 10.05.2020 verlängert. Gleichzeitig werden das Anreizsystem und die automatische Minderung wieder aufgenommen

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt uns alle vor gewaltige Herausforderungen.

Unser oberstes Ziel als DB Netz AG ist, neben dem Schutz unserer und Ihrer Mitarbeiter, den Eisenbahnverkehr in Deutschland auch in dieser schwierigen Situation bestmöglich aufrechtzuerhalten.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir in den letzten Wochen zahlreiche Maßnahmen ergriffen und im Betrieb den Tätigkeiten, die unmittelbar für den Eisenbahnverkehr erforderlich sind, absolute Priorität eingeräumt. Dieses Vorgehen hat sich aus unserer Sicht bewährt − gemeinsam mit Ihnen haben wir es in einem instabilen und von gravierenden Veränderungen geprägten Umfeld geschafft, eine stabile Betriebslage zu erreichen. Gleichzeitig ist es durch die behördlich angeordneten Maßnahmen sowie die Schutzmaßnahmen, die wir als DB Netz selbst ergriffen haben, gelungen, den Krankenstand bei unseren Fahrdienstleitern und in der Disposition zu begrenzen.

Die für den Zeitraum vom 31.03.2020 00:01 Uhr bis zum 19.04.2020 23:59 Uhr vorgenommene Aussetzung der Prozesse der Validierung und Umkodierungen von Verspätungsminuten müssen wir nach aktueller Einschätzung daher bis auf Weiteres nicht fortführen.
D. h., dass ab dem 20.04.2020 in gewohnter Weise Kodierungen vorgenommen sowie Validierungen und Umkodierungen durch uns bearbeitet werden. Das Anreizsystem und die automatische Minderung werden entsprechend wieder aufgenommen.

An dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich bei Ihnen bedanken, dass Sie diese Maßnahme mitgetragen haben.

Trotz der positiven Entwicklung sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie für uns alle im privaten sowie im beruflichen Umfeld deutlich spürbar. Die Bundesregierung und Länder haben am 15.04.2020 u. a. festgelegt, dass die Öffnung von Schulen und Kindergärten erst ab dem 04.05.2020 schrittweise erfolgen sollen. Die Freizügigkeit, im Sinne der Möglichkeit von physischen Zusammenkünften, ist weiter erheblich eingeschränkt und auch das produzierende Gewerbe ist weiter massiv durch die Corona-Pandemie betroffen und die flächendeckenden Produktionsstopps bspw. in der Automobilbranche dauern weiter an. Das alles führt weiter zu spürbaren Veränderungen von Verkehrs- und Produktionskonzepten und macht kurzfristige Stornierungen oder Änderungen von Trassen erforderlich.

Wir haben uns daher entschlossen, über den 19.04.2020 hinaus auf eine Einzelfallprüfung der eingehenden Stornierungen zu verzichten. Stattdessen werden im Rahmen einer Kulanzregelung sämtliche Trassenstornierungen, die bis einschließlich zum 10.05.2020 bei uns angezeigt werden, pauschal von der Erhebung von Stornierungsentgelten ausgenommen. Eine gesonderte Nachweisführung ist für diese Stornierungen nicht erforderlich. Stornierungen außerhalb des o. g. Zeitraums werden gemäß Ziffer 6.4.8 der SNB behandelt. Sie sind von der Erhebung von Stornierungsentgelten ausgenommen, sofern die Überprüfung im Einzelfall ergibt, dass höhere Gewalt oder behördliche Anweisungen vorliegen.


Wir hoffen, mit der Fortführung der Kulanzregelung einen konkreten und wirksamen Beitrag zu Ihrer wirtschaftlichen Entlastung zu leisten.