Deutsche Bahn
VDE 8.2 - Sprintstrecke in Mitteldeutschland
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Neuerungen zur erlaubten Zuglänge auf der Grenzstrecke Kaldenkirchen - Venlo

Mit sofortiger Wirkung sind Trassenanmeldungen für Güterzüge mit einer Länge von bis zu 690 m auf der Grenzstrecke Kaldenkirchen - Venlo ohne gesonderte Vorabstimmung erlaubt.

Abweichend zur im betrieblich-technischen Regelwerk (Ril 302.9203Z01 „Nutzungsvorgabe der Grenzstrecke Kaldenkirchen - Venlo für EVU“) getroffenen Regelung können auf der Grenzstrecke Kaldenkirchen - Venlo in beide Richtungen Güterzüge mit einer Länge von bis zu 690 m, anstatt der bisher gültigen 650 m, angemeldet werden. Dies gilt sowohl für Trassenanmeldungen zum Netzfahrplan als auch für den flexiblen Schienengüterverkehr (Gelegenheitsverkehr). Dabei bedarf es abweichend zur Ril 302.9203Z01 keiner vorherigen Zustimmung seitens Betriebszentrale (BZ) Duisburg oder ProRail (LVL-DVL-GD) auf Basis des aktuellen Betriebsgeschehens – die Anmeldung erfolgt im Standardprozess.

Zum Hintergrund der Neuerung: Auf der Strecke wurde eine CSM-RA-Bewertung durchgeführt mit dem Ergebnis, dass die Längenbeschränkung von 650 auf 690 m angehoben werden kann.

Trassenanmeldungen über 690 m sind nicht zugelassen, auch nicht bei vorheriger Abstimmung mit der BZ Duisburg oder ProRail.

Bestehende Verträge von Trassenbestellungen >690 m bleiben weiterhin unberührt.