Deutsche Bahn
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Weiterbau des Tunnel Rastatt

Die Bauarbeiten am Tunnel Rastatt werden im kommenden Jahr im Bereich der Rheintalbahn fortgesetzt. Die Arbeiten finden dabei ohne betriebliche Einschränkungen statt. Die voraussichtliche Inbetriebnahme des Tunnels ist für 2025 geplant.

Arbeiten werden fortgesetzt

Die Arbeiten am Tunnel Rastatt gehen nun auch im Bereich der Rheintalbahn weiter: Nachdem es im August 2017 zu einer Havarie beim Bau der Oströhre des Tunnels Rastatt kam, sollen im kommenden Jahr zunächst die letzten rund 200 Meter der Weströhre des Tunnels hergestellt werden. Anschließend kann die Oströhre in offener Bauweise saniert werden. Das bedeutet, für die Sanierung wird eine Baugrube ausgehoben, die als Rettungsweg und zur logistischen Versorgung der weiteren Bauarbeiten dient. Für die Öffnung des Tunnels werden die zwei Gleise der Rheintalbahn zeitweilig auf einer Länge von rund 700 Metern umverlegt. Für dieses Vorgehen ist ein Baugenehmigungsverfahren notwendig, welches wir vor circa einem Monat beim Eisenbahn-Bundesamt beantragt haben. Wir rechnen mit einer Genehmigung bis Ende 2020 und planen entsprechend, die Arbeiten 2021 zu beginnen. Dann sollen auch die bereits fertiggestellten Tunnelabschnitte mit Gleisen und Bahntechnik ausgerüstet werden. Die Bauarbeiten finden dabei ohne betriebliche Einschränkungen statt, da der Anschluss an die Rheintalbahn in Sperrpausen erfolgt ‒ also Zeiträume, in denen geplant kein Zug fährt. Die Inbetriebnahme des Tunnels ist für 2025 geplant.


Ursachenklärung läuft weiter

Zu den Gründen der Havarie liegen derzeit noch keine Ergebnisse vor. Das zwischen uns und der ARGE Tunnel Rastatt vereinbarte Schlichtungsverfahren zur Klärung der Ursachen und Verantwortlichkeiten für den beim Tunnelvortrieb entstandenen Schaden läuft weiterhin. Dabei soll ein unabhängiges Team aus technischen und juristischen Gutachtern die Ursachen aufarbeiten sowie einen Schlichtungsvorschlag erarbeiten. Nach aktueller Einschätzung der Beteiligten werden erste technische Ergebnisse voraussichtlich Mitte 2020 vorliegen.


Maßnahmen auf den Weg gebracht

Nach den Erfahrungen in Rastatt wurden bereits Maßnahmen entwickelt. So hat die Vereinigung europäischer Schienennetz-Betreiber (RNE) ein Handbuch für internationales Störfallmanagement ICM (International Contingency Management) eingeführt, in dem ein verbessertes Verfahren bei internationalen Störungen festgeschrieben ist. Die darin vereinbarten Prozesse für umfassende Koordination und Kommunikation wenden wir bei der Unterquerung der Rheintalbahn an. Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit SNCF Réseau ein Pilotprojekt zur Vereinfachung des Sprachniveaus im Deutsch-Französischen Grenzverkehr gestartet, in dem wir EVU dazu einladen, bei der Pilotierung aktiv mitzuwirken – nähere Informationen dazu finden Sie in der dazugehörigen Kundeninformation.


Weiteres Informationsmaterial zum Weiterbau des Tunnels wurde im Rahmen des am 07.08.2019 stattgefundenen Pressetermins "Sachstand und weiteres Vorgehen am Tunnel" veröffentlicht und steht Ihnen unter nebenstehendem Link zur Verfügung.