Deutsche Bahn
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Neue Regelungen für Ersatzfahrpläne im Netzfahrplan 2020

Ab 2020 wird der Passus zu den Ersatzfahrplänen in der Ril 402.0220 neu formuliert. Dadurch wird es den EVU ermöglicht, Ersatzfahrpläne in elektronischer Form auf dem Führerstand vorzuhalten. Die SNB 2020 mit diesen Passagen sind bereits auf unserer Internetseite veröffentlicht.

Ab dem Fahrplanjahr 2020 können Ersatzfahrpläne auch in elektronischer Form auf den Führerständen bereitgehalten werden.

Die Auswahl, Bestellung und Belieferung dieser Dateien im pdf-Format kann, identisch zur bisherigen Bestellvorgehensweise von Fahrplanunterlagen, ab Anfang August anhand des Produktkataloges abgewickelt werden.

Dabei ist zu beachten, dass bei der Nutzung elektronischer Ersatzfahrpläne die „IT-technische Infrastruktur“ in Eigenregie durch das EVU sicherzustellen ist. Dazu gehört die Ausrüstung der Triebfahrzeuge mit Tablet-PC, das eventuelle Vorhalten von Ersatzgeräten, das rechtzeitige Aufspielen von Aktualisierungen etc.

Im Falle der Nutzung elektronischer Ersatzfahrpläne werden diese nicht mehr triebfahrzeuggestützt ‒ d.h. in einem Schrank auf der Lok ‒ sondern personengestützt vorgehalten. Dies gilt es bei einer kurzfristigen Umdisposition von Triebfahrzeugen oder der Nutzung von anderen Tfz/Mietloks zwingend zu beachten.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass das EVU die Verfügbarkeit der Ersatzfahrpläne in Dateiform parallel zum zugbezogenen Fahrplan sicherstellen muss. Das heißt, die Bereithaltung von Buchfahrplan/Fplo und Ersatzfahrplan muss stets auf mindestens ZWEI verschiedenen Endgeräten erfolgen. So kann der elektronische Ersatzfahrplan beispielsweise nur dann auf einem Laptop bereitgestellt werden, wenn gleichzeitig der zugbezogene Fahrplan auf einem separaten elektronischen Bordgerät (z.B. EBuLa, Fassi) zur Verfügung steht.