Deutsche Bahn
Weichenstraße und Gleisverbindungen im Bahnhof Weimar

Arbeiten am GSM-R Netz am 12.11.2017 im Regionalbereich Süd

Bei Arbeiten am Network Switching Subsystem (NSS) kommt es zu Beeinträchtigungen der Kommunikation auf allen Strecken des RB Süd und angrenzenden Strecken.

Im Rahmen der Umrüstung auf das weiterentwickelte GSM-R Mobilfunksystem erfolgt am 12. November 2017 die Umschaltung der Vermittlungsstelle (MSC) München auf das neue System. Dadurch wird im Zeitraum zwischen 00.30 Uhr und 06.30 Uhr die gesamte GSM-R Funkversorgung auf allen betroffenen Streckenabschnitten im Regionalbereich Süd sowie auf teilweise angrenzenden Streckenabschnitten nicht zur Verfügung stehen.
Für die Dauer der Nichtverfügbarkeit des GSM-R Mobilfunknetzes wird in den betroffenen Streckenabschnitten der Wechsel in das Funknetz P-GSM D (Roaming) angeordnet.


Zugfunk:
Die Triebfahrzeugführer werden gemäß Richtlinie 481.0205 Abschnitt 9 mit der La über die Netzabschaltung, den Auftrag zur Nutzung des Funknetzes P-GSM D und die entsprechenden Umschaltpunkte informiert. Das Umschalten darf während der Fahrt ausgeführt werden. Notrufe und andere Gruppenrufe stehen nicht zur Verfügung. Im Notfall ist der Fahrdienstleiter mit Einzelruf zu informieren.
Wenn bei einem startenden Zug, der sich im abgeschalteten Bereich befindet, am Endgerät „kein Netz“ gemeldet wird, verhält sich der Triebfahrzeugführer wie im Störungsfall und meldet sich vor der Abfahrt beim Fahrdienstleiter. Vom Fahrdienstleiter erhält der Zug die nötigen Informationen zur Durchführung der Zugfahrt.
Züge mit einer GSM-R SIM Karte, die nicht Roamingfähig ist, können Gespräche zum Fahrdienstleiter, z. B. mit einem Handy des öffentlichen Mobilfunks, nur über die Vermittlung durch das GSM-R Call Center aufbauen. Die Rufnummer des Call Centers ist in den Vorbemerkungen der La abgedruckt. Wenn der Fahrdienstleiter einen Gesprächswunsch hat, muss er den Zug an einem Signal anhalten und auf dessen Rückruf warten.
Im Funknetz P-GSM (D) ist der Abruf der EBuLa Fahrplandaten möglich.


Rangierfunk:
Für das Rangieren ohne Rangierfunkgruppen (RoR) besteht gemäß Richtlinie 481.0302 Abschnitt 2(3) die Möglichkeit über das Funknetz P-GSM D die funktionale Registrierung und die Kommunikation zwischen Weichenwärter, Triebfahrzeugführer und Rangierbegleiter durchzuführen (Betriebsart RiN). Notrufe und andere Gruppenrufe stehen auch hier nicht zur Verfügung. Im Notfall ist der Weichenwärter mit Einzelruf zu informieren.
Das Rangieren in Rangierfunkgruppen (RiR) ist nicht möglich. Stattdessen kann auch hier das Funknetz P-GSM D in der Betriebsart RiN genutzt werden. Die hierzu erforderliche Rangierfahrtnummer erhält der Triebfahrzeugführer beim örtlich zuständigen Weichenwärter.
Die Erreichbarkeit der Fahrdienstleiter und der Weichenwärter ist auch im Funknetz P-GSM D über deren GSM-R Rufnummer (Langwahl) sichergestellt. Die Rufnummern sind im Strecken- bzw. Betriebsstellenbuch abgedruckt.


ETCS:
An der Funktionalität ETCS ändert sich nichts.