Lärmsanierung bei der DB Netz AG
Lärmsanierung: Gemeinsam gegen den Lärm
Überspringen: Lärmsanierung: Gemeinsam gegen den LärmDie Deutsche Bahn AG (DB) bietet nachhaltige Lösungen für den Verkehr der Gegenwart und Zukunft. Ihr Ziel: Verkehre auf der umweltfreundlichen Schiene abzuwickeln und Wachstum auf dem Verkehrssektor nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich für die Schiene zu gestalten.
Mehrverkehr auf der Schiene darf dabei nicht zu Mehrbelastungen für die Anwohner an den Schienenwegen führen. Für die Zukunftsfähigkeit des Schienenverkehrs ist die Lösung des Lärmproblems an den vorhandenen Strecken von entscheidender Bedeutung. Die DB hat sich deshalb das Ziel gesetzt, den Schienenverkehrslärm, ausgehend vom Jahr 2000, bis 2020 zu halbieren - auch bei steigendem Verkehrsaufkommen.
Die wichtigste Säule auf Seiten der Infrastruktur ist hierbei das Lärmsanierungsprogramms des Bundes. Mit anfangs 50 Millionen Euro und seit 2007 jährlich 100 Millionen Euro werden an hochbelasteten Strecken Lärmschutzmaßnahmen im wesentlichen in Form von Lärmschutzwänden (aktive Maßnahmen) und dem Einbau von Schallschutzfenstern und Dämmungen an den Umfassungsbauteilen (passive Maßnahmen) durchgeführt.
Um den 'Werkzeugkasten' zu erweitern sind im Rahmen des Konjunkturprogramms II "Innovative Maßnahmen zur Lärm- und Erschütterungsminderung am Fahrweg" mit insgesamt 100 Millionen Euro für 2009 und 2010 eingestellt worden. Hiermit setzt die DB Netz AG neue Maßnahmen um, die den Schall unmittelbar an der Quelle absorbieren und die Übertragung von Erschütterungen dämpfen. Dazu zählen Schienenstegdämpfer und niedrige Schallschutzwände bspw. aus Gabionen, aber auch präventive Behandlungen der Schienenoberfläche, Unterschottermatten oder besohlte Schwellen.
Mit der automatischen Schienenschmierung und dem Einbau von Brückenabsorbern soll an besonders lärmintensiven Stellen im Netz dem Kurvenquietschen und dem Brückendröhnen entgegengewirkt werden.
Ziel der Maßnahmen des Konjunkturprogramms ist es, die Einsatzreife dieser Techniken - soweit sie noch nicht zugelassen sind - zu erproben und den messtechnischen Nachweis über die Höhe der Emissions-minderung zu erbringen. Bei Anerkennung der Minderungswirkung stehen die neuen Techniken für die Anwendung im Lärmschutz zur Verfügung. Sie werden auch dazu beitragen, dass Lärmschutzwände, die häufig das Stadtbild stören, nicht überhand nehmen.
Das Ziel der Halbierung des Lärms kann aber nur erreicht werden, wenn der Lärm auch auf bei den Fahrzeugen - insbesondere bei Güterwagen - direkt an der Quelle reduziert wird. Hierfür steht die Technik der Verbundstoffbremssohlen anstelle der Graugussbremsklötze bereits zur Verfügung. Diese V-Sohlen rauen die Radlaufflächen nicht bei jedem Bremsvorgang auf und sorgen so für eine deutlich spürbare Lärm-minderung bei jeder Vorbeifahrt von rd. 10 dB. Die Umrüstung zu forcieren ist Ziel des Konzerns.
Letzte Aktualisierung: 08.04.2010
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